Denkt man an Indien so fallen einem spontan Begriffe wie Bollywood, Sari, Götterkult und Curry ein. Indien ist ein Land der Gegensätze und Vielfalt.
Seine Einwohner sprechen an die Hundert verschiedene Sprachen, wobei Hindi und Englisch als die beiden offiziellen Amtsprachen angesehen werden können. Das Klima gleicht sich der Vielfältigkeit des Landes an. Während es im Süden konstant heiß ist, ist es im Norden eher subtropisch mit einigen Schwankungen.
In Indien leben mehr als eine Milliarde Menschen und täglich werden es mehr. Große Armut ist die Folge dieses steten Wachstums, was nicht bedeutet, dass Indien ein von Armut geprägtes Land ist. Vor allem ist es reich an Vielfalt.
Neben dem kulturellen Reichtum, lässt sich in den letzten Jahren auch ein wirtschaftliches Wachstum verzeichnen. Die Computer- und Informatikfachkräfte aus Indien erfreuen sich inzwischen großer Berühmtheit. Aber auch das Bildungssystem wird weiter ausgebaut. Frauen können heute zur Schule gehen und sich weiterbilden lassen. Gerade auf dem Gebiet Informatik findet man viele Frauen.
Was vor einigen Jahrzehnten noch undenkbar gewesen wäre, ist heute schon fast gewöhnlich und wird akzeptiert.
Der Umbruch in Indien geschieht vor allem auf wirtschaftlicher Ebene, was aber dem religiösen und kulturellen Empfinden der Inder keinen Abbruch tut. Im Gegenteil: Indiens Kultur gehört zu einer der interessantesten und faszinierendsten auf der Welt. Sie ist so besonders, weil sie eine große Rolle im alltäglichen Leben der Inder spielt. Sowohl der einfache Bauer als auch der reiche Angestellte oder Regisseur, alle verehren die gleichen Götter.
Wobei aber jeder seinen persönlichen Schutzgott haben wird, denn die Inder verehren nicht einen, sondern gleich mehrere Götter und Göttinnen, die allesamt ihrem eigenen Gebiet zugeordnet sind.
Für Fremde mag dies außergewöhnlich und interessant zugleich sein, aber noch sehr viel faszinierender sind die vielen verschiedenen Tempel und Pilgerzentren, die man vor allem in Delhi und Khajuraho besuchen kann. Diese vereinen Kunst und Religion. Auch die Herrschaftssitze der Maharajas sind einen Besuch wert. Einer davon, das Fort Amber, liegt in Jaipur, aber hier kann man auch den Palast der Winde erkunden, der berühmt ist für seine tausend Fenster ohne Gardinen.
Eines der wohl berühmtesten und architektonisch vollkommendsten Werke der Geschichte kann ebenfalls besichtigt werden. Das Taj Mahal, welches der Mogulkaiser Shah Jahan einst für seine Frau erbauen ließ. Hier kann man sich auch gleich im Taj Mahal Hotel mit seinen weichen Matratze niederlassen. Rund um das Taj Mahal kann man in diversens Shops T-Shirt selbst gestalten und somit ein Andenken an seinen Urlaub erhalten.
Wer sich auch für die muslimische Geschichte Indiens interessiert, der sollte es sich nicht entgehen lassen, einen Abstecher nach Golconda Fort zu unternehmen. Hier erwarten den Besucher kunstvolle Gärten und Harems.
Die Heilkunst Ayurveda, welche aus alten Traditionen Indiens stammt, ist eine kombination aus Lebensphilosophie und Naturlehre.
Ayurveda konzentriert sich auf die für menschliche Gesundheit notwendigen physischen, mentalen, spirituellen und emotionalen Aspekte.