Portugal, der kleinere Teil der Iberischen Halbinsel, muss immer den Vergleichen mit seinem Nachbarn Spanien standhalten. Doch zum großen Glück für Land und Leute hat man es geschafft, sich ein eigenes Image zu verschaffen. Und ein Teil davon ist die Vielfalt, die Unterschiedlichkeit der Regionen und ein noch stabiles Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Norden
Berge, Schluchten und der Fluss Douro, an dessen Ufer die berühmtesten Portweinkellereien ihre Weinberge und ihre imposanten Weingüter haben. Die gesamte Region Douro Litoral bis hinunter nach Porto ist noch heute eine weitgehend der Natur überlassene Gegend, in der es auch noch frei lebende Wölfe gibt, die man allerdings nur selten zu Gesicht bekommt.
Und dann natürlich die Hauptstadt der Region: Porto. Von hier eine Reise nach Norden Richtung der spanischen Grenze und man findet das ursprüngliche Portugal, mit einem wunderschönen Küstenstreifen, kleinen und großen Städtchen, in denen man wunderbar essen kann. Entspannung gibt es im Thermalbad Chaves nach einer Wanderung durch die Berge rund um den Fluss Arouca.

Ein Geheimtipp ist die kleine Küstenstadt Ofir.
Es ist ist der Schickeria-Ort der nordportugiesischen Costa Verde. Nirgendwo sind Portugal sind die Tangas knapper, nirgendwo die Bademode so top aktuell.
Und jetzt das Besondere: Trotzdem gibt es in Ofir keine Boutiquen, keine Edelparfümerien, keine Juweliere, nicht einmal eine Ladenzeile.
Es gibt Villen unter Pinien, herrliche schmiedeeiserne Tore und viel Platz am Strand mit bis zu 20 Meter hohen Dünen - selbst während der Saison.
Auf der Terrasse des Strandcafés mit bestem Meerblick ist alles um etwa 20 Prozent teurer als im Umland. Ein Kaffee kostet 60 Cent und ein Glas frisch gepresster Orangensaft 1,80 Euro.
Im Küstenstädtchen Viana do Castelo bekommt man für 7,50 Euro zwei Makrelen vom Grill mit frischen Salaten und ein Bier für 80 Cent. Warum aber ist der Norden Portugals so günstig?
Der Norden Portugals hat keine Sonnengarantie wie etwa die Algarve. Es ist kein Gebiet, das in den Katalogen der großen Reiseveranstalter auch nur erwähnt wird. So lockt man also Besucher mit unschlagbaren Preisen.

Die Mitte
Zwischen Lissabon und Porto liegt die Mitte Portugals.
Hier sind die Temperaturen bereits wesentlich milder, die Strände der flacheren Küste sehr gut besucht, und die Angebote rund um den Wassersport verteilen sich über das gesamte Küstengebiet.
Lissabon ist einen eigenen Bericht wert und eignet sich hervorragend für eine Städtereise.
Die Costa de Prata, mit ihren Heilquellen und schönen Wäldern, mit ihren Klöstern, Burgen, Schlössern, Kirchen und Museen, ist eine herrliche Kulturlandschaft. Es wird behauptet, hier sei die Heimat portugiesischer Gourmets.
Und das ist in der Tat so! Herrliche Fischgerichte erwarten den Gast, der hierzu unbedingt einen Bairrada-Wein trinken sollte. Auch hier hat sich der Tourismus bereits weit ausgebreitet.
Die Costa de Prata in der Region Alentejo zieht sich an der Küste entlang bis kurz vor die Algarve.

Der Süden, die Algarve
Die Algarve ist die südlichste Region Portugals. Hier sind sie, die traumhaften Strände und Buchten mit einem Klima, das eine Zwölf-Monate-Saison in Faro, Praia da Rocha, Portimao, Galé, Albufeira oder Vilamoura ermöglicht. Die Algarve ist von ihrer Infrastruktur her völlig auf den Tourismus ausgerichtet. Selbst die grössten Golfplätze Portugal s sind hier beheimatet. An der Algarve und insbesondere in Vilamoura und Lagos liegen weiterhin schöne Marinas und für einen Familienurlaub gibt es kaum ein besseres Reiseziel.

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